Wie du die richtige Marge für dein Produkt findest und Gewinne machst

Die meisten verwechseln die Marge mit Gewinn. Das Problem ist, die Marge ist lediglich nur die Differenz zwischen dem Einkaufspreis und dem Verkaufspreis. Den sogenannten Gewinnaufschlag. Der Gewinnaufschlag beinhaltet zwar das Wort „Gewinn“ aber ist nicht der echte Gewinn. Alle an deren Kosten die im Unternehmen anfallen (man nennt es Gemeinkosten) werden nicht dabei berücksichtigt. Deshalb erkläre ich in diesem Beitrag wie Ihr richtig eure Marge zum Produkt kalkuliert und anschließend den (echten) Gewinn ermittelt. Nur so könnt ihr profitabel werden und bessere Entscheidungen treffen.

Die Marge

Wie bereits erwähnt ist die Marge nur der Verkaufspreis minus Einkaufspreis und was davon übrig bleibt. Anhand des folgenden Beispiels könnt Ihr für euren Produkt die Marge kalkulieren:

John ist Onlineshop Händler und kauft ein T-Shirt für 10 Euro netto das Stück ein. Auf dem T-Shirt kommt ein Design drauf und verkauft es weiter für 20 Euro im Shop. Das ergibt eine Differenz von 10 Euro. Man nennt diesen Betrag: Brutto-Marge. Warum Brutto? Weil jetzt noch weitere Kosten abgezogen werden müssen, die sogenannten Gemeinkosten. Gemeinkosten sind Kosten, welche Allgemein anfallen und und nur anteilig berechnet werden können. Das wären z.B. :

  • Personalzeit- Den Zeitaufwand den John oder ein Mitarbeiter investiert hat in die Produktion, umgerechnet in Stundensatz
  • Miete
  • Stromkosten
  • Versicherungen
  • Versandkosten
  • Verpackungskosten
  • etc.

Wenn die Kosten (anteilig) 5 Euro betragen, liegt seine Marge nun bei 5 Euro. Das ist nun die Netto-Marge und somit die wirklich echte Marge.

Gewinnschwelle

Ihr kennt nun eure Marge. Das Problem dabei, Ihr habt keine Ahnung davon wieviel Stück Ihr mindestens verkaufen müsst. Genau dafür gibt es die Kalkulation der Gewinnschwelle.

Die Gewinnschwelle ist der sogenannte Break-Even-Point. Es ist der Punkt wo die Einnahmen alle Kosten des Unternehmens decken. Jedoch ohne einen Überschuss. Das ist der Zustand der mindestens erreicht werden muss. Nur wenn die Gewinnschwelle kalkuliert ist, könnt ihr abschätzen wieviel Stück mindestens verkauft werden muss um zu überleben. Folgende Werte sind dabei wichtig:

  • Fixkosten: Als erstes berechnet Ihr eure Fixkosten. Fixkosten sind Kosten die unabhängig vom Verkauf anfallen. Also Kosten die aufjedenfall anfallen wie z.B. Miete, Anschaffung für Geräte oder Versicherungen etc. Klingt ähnlich nach dem Gemeinkosten aus dem vorherigen Abschnitt, allerdings kommen hier keine Kosten die erst anfallen wenn es Produziert wird, wie z.B. Materialkosten oder Versandkosten.
  • Variable Kosten: Das sind kosten die nur anfallen, wenn das Produkt hergestellt wird. Das wäre z.B. Materialien, Versand oder Verpackungskosten.
  • Verkaufspreis/Erlös: Der Erlös, ist der Verkaufspreis pro Stück den Ihr kalkuliert habt.

Jetzt als Rechenbeispiel anhand des T-Shirt Beispiels:

  • Fixkosten: 20.000 Euro im Jahr (Personalkosten, Miete, Versicherung etc.)
  • Variable Kosten: 10 Euro Einkaufspreis pro T-Shirt
  • Verkaufspreis: 15 Euro kostet das T-Shirt
  • Gewinnschwelle / Break-Even-Point:
    Absatzmenge (X)= 20.000 Euro Fixkosten / (20 Euro Verkaufspreis – 10 Euro Variable Kosten pro T-Shirt)
    Absatzmenge (X)= 20.000 Euro / 10 Euro
    Absatzmenge (X)= 2000

Anhand der vereinfachten Kalkulation seht Ihr, dass Ihr mindestens 2000 T-Shirts im Jahr verkaufen müsst um kostendeckend zu sein. Jeder weitere Verkauf erzielt einen Gewinn von 5 Euro für euch.

Gewinn

So jetzt kennt Ihr eure Marge und eure Gewinnschwelle. Daraus habt ihr einen realistischen Überblick über euren Gewinn. Allerdings Gewinn VOR Steuern. Um den echten Gewinn zu kalkulieren, als das Geld das Ihr euch in die Tasche stecken könnt, müsst Ihr die Steuern abziehen. Das wäre die Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und ggf. Fremdenverkehrsabgaben usw.

Erst wenn diese Zahlen alle berechnet sind, wisst Ihr ob euer Unternehmen profitabel ist!

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